Was ist nur mit dem FC Bayern los?

Die Fußballmannschaft des FC Bayern steuert auf eine weitere Krise in seiner jüngeren Vergangenheit zu: Vor zwei Wochen konnte der etwas schmeichelhafte, bis zum Ende auf der Kippe stehende, aber letztendlich gar nicht mal so unverdiente 8:0 Sieg gegen den HSV noch über so manche Schwachstelle hinwegtäuschen. Aber bereits eine Woche später wurde das Dilemma beim 6:0 gegen Paderborn schon deutlicher. Ein wenig ansehnliches Spiel, das man üblicherweise in die Kategorien „schmutzig“ und „Arbeitssieg“ einordnet, ließ bereits erste Stimmen lauter werden, die hier die frühen Zeichen der Krise erkannten. Gestern dann der offensive Offenbarungseid, als die Bayern nur knapp an der Punkteteilung gegen Köln vorbeischrammten und gerade viermal etwas Zählbares zustande brachten.
Da läuft's nicht rund ... ist ja auch oval! 
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Welchen Masterplan hat Pep?

Eine Frage kam unmittelbar nach dem Abpfiff auf: Was hat dieser spanische Trainer mit dem ehemaligen Aushängeschild des deutschen Fußballs vor?
Erste vorwarnende Anzeichen zeigten sich bereits vor der Fußball-WM im letzten Sommer, als Pep Guardiola die bayrischen Spieler dermaßen in ein Formtief trainierte, dass sie beim Halbfinalsieg gegen Brasilien gerade einmal 3 Tore beisteuerten …
Auch Arjen Robben kam bei der niederländischen Elftal sprichwörtlich nicht von der Stelle und wurde wohl nur aus Mitleid von den Kollegen des Fachmagazins Kicker nach dem Spiel gegen Spanien nicht mit der berüchtigten „Spielnote 6“ bedacht.
Doch zurück zum FC Bayern: Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis der sportliche Sachverstand des FC Bayern, verkörpert durch Karl-Heinz Rummenigge und Matthias Sammer, die Notbremse ziehen muss. Diese Maßnahme wird auch angesichts des inzwischen nicht mehr überhörbaren Spotts über den deutschen Fußball im Allgemeinen und den FC Bayern München im Besonderen aus dem Ausland immer dringender. Kein Wunder, dass man in Donezk lieber den Flughafen zerstört, als dass diese Gurkentruppe aus dem Süden Deutschlands zu einem Gastspiel in der Champions League vorbeikommen soll. Solche Rumpelkicker lässt man nicht gerne ins eigene Stadion und auf den eigenen Rasen, der schließlich Besseres erwarten darf, als bei dem behäbigen Kampfspiel des selbsternannten „Stern des Südens“ umgepflügt zu werden.

 

Wenn's vorbei ist, ist's vorbei

Der deutsche Rekordmeister, der vermutlich auch den Rekord darin hält, die meisten Rekorde zu halten, sollte sich eine Auszeit nehmen. Guardiola sollte heute noch die Bundesliga wieder einmal für beendet erklären, nur sollte der FC Bayern in dieser Saison auch so konsequent sein und gar nicht mehr antreten … das würde uns allen eine Menge ersparen – wer will schon Woche für Woche eine desolate Offensivleistung sehen, bei der am Ende der Saison gerade mal etwas mehr als hundert Tore zu Buche stehen?