Ankaufportale


Im Netz sprießen sie momentan aus dem Boden: Ankaufportale!


Angekauft werden:
  • CDs
  • Blue-rays
  • DVDs
  • PC-Spiele
  • Spiele aller gängigen Spielekonsolen
  • Bücher



zudem kann man diesen Händlern häufig auch
  • Smartphones,
  • Handys,
  • Konsolen,
  • Macbooks,
  • iPods und
  • iPads

zum Kauf anbieten.

Ich habe diese Portale jetzt mit dem Verkauf von Spielen und CDs einmal getestet.


Auch hier lohnt der Vergleich

Zunächst einmal sei hier darauf hingewiesen, dass sich Vergleichen tatsächlich lohnt. Aber da es nicht lange dauert, bis, sobald verschiedene Portale zu einem bestimmten Thema online sind, es unmittelbar auch Vergleichsportale gibt, ist das beim Thema Verkauf der oben genannten Datenträger und Hardware dann inzwischen auch relativ einfach.

Allerdings sollte man bei den Vergleichsportalen und den angezeigten Ergebnissen noch etwas beachten: Wenn man zum Beispiel fünf Gegenstände verkaufen möchte, dann ergibt es in den meisten Fällen wenig Sinn, diese Gegenstände fünf verschiedenen Ankäufern anzubieten. Meist gibt es einen Mindestankaufswert, der erreicht werden muss, um die Ware versandkostenfrei einsenden zu können. Es lohnt sich also zu warten, bis man eine gewisse Anzahl an zu verkaufenden Medien zusammen hat, damit der Erlös nicht gleich vom Porto aufgefressen wird bzw. um die Sachen ohne eigene Kosten versenden zu können.

Ich hatte etwa 30 unterschiedlichste Dinge, von denen ich mich trennen wollte. Darunter waren:

  • Musik-CDs
  • Spiele für
    • den GameCube
    • Nintendo DS
    • PS II
    • den PC
Ich habe auch noch ein paar Bücher bewerten lassen, aber die gebotenen Ankauspreise waren dermaßen gering, dass ich sie dann doch nicht verkauft habe.

Probe aufs Exempel

Ich bin wie folgt vorgegangen:

Ich habe zunächst alle EAN-Codes in einer txt-Datei notiert, umso im Weiteren mit copy&paste arbeiten zu können und nicht die ellenlangen Nummern immer wieder neu eingeben zu müssen. Anschließend habe ich ein Vergleichsportal aufgerufen - in meinem Fall war das werzahltmehr.de, aber da ich keinen Vergleichsportalvergleich angestellt haben, kann ich nicht sagen, ob andere Portale besser oder schlechter geeignet sind. Mir reichten die Ergebnisse bei werzahltmehr.de aus - vor allem, weil in den Suchtreffern auch alle Ankaufportale angezeigt wurden, von denen ich bis dahin schon gehört hatte.

Ich gab also ca. 10 einzelne Codes ein und habe dabei festgestellt, dass es zwei Ankäufer gab, die bei meinen Verkaufsgegenständen so gut wie immer unter den Top 5 waren, sodass ich mich entschied, nur noch mit diesen beiden Portalen fortzufahren.

Portale

In meinem Fall waren das

  • cashfix.de und
  • zoxs.de

Für andere Medien können das aber natürlich auch ganz andere Adressen sein ...


Ich jagte also jetzt bei den beiden Ankäufern jeweils die 30 Codes durch die Suchmaske - wie gut, dass das mit copy&paste problemlos ging - und stellte die jeweils gebotenen Summen gegeneinander.

Es kam so aus, dass ich bei beiden jeweils den Mindestankaufswert überschritten habe, wenn ich stur nach dem Höchstgebot gegangen bin ... sollte das mal nicht hinhauen, dann kann man sich entweder für einen einzigen Anbieter entscheiden oder aber auch mal ein Spiel oder Sonstiges zu einem niedrigeren Preis verkaufen, wenn dadurch aber der Wert für die portofreie Versendung erreicht wird.

Zustand der Medien

Zu den jeweiligen Medien musste man noch den Gebrauchszustand angeben, sodass sich hier zwischen "neu" und "gebraucht" auch noch mal preisliche Unterschiede zeigen.
Es macht allerdings keinen Sinn, immer einen optimalen Gebrauchszustand anzugeben, denn die Dinger werden beim Eingang überprüft und dann vom Ankäufer eingeschätzt. Ist er in 50% der Fälle der Meinung, man hätte die Ware zu gut eingeschätzt, dann kann es gar zu einer Stornierung des Vorgangs kommen.

Sollte der Ankäufer der Meinung sein, der Zustand liegt unterhalb dessen, was man angegeben hat (Ich denke, er wird sich eher nicht melden, wenn er denkt, der Zustand wäre besser, als angegeben ...), dann unterbreitet er einen neuen Ankaufspreis, den man dann annehmen oder ablehnen kann.

In meinem Fall stimmte cashfix mit allen meinen Angaben überein, während zoxs bei drei Artikeln noch mal nachverhandeln wollte. Ich will mich da gar nicht groß drüber auslassen, ob das gerechtfertigt war oder nicht (obwohl ich es bei einem Spiel, das sogar noch originalverpackt und somit unbespielt war, nicht nachvollziehen konnte, das genau das runtergestuft wurde), denn letztendlich hatte ich damit gerechnet, dass bei den Preisen noch nicht das letzte Wort gesprochen war.

Mit den neuen Preisen wird einem aber auch die Möglichkeit eingräumt, vom Angebot zurückzutreten, wenn man damit nicht einverstanden ist. Die Frage ist halt, ob es das einem wert ist, wenn, wie in meinem Fall die Verkaufssumme um insgesamt 5 EUR gedrückt wurde, den ganzen Vorgang noch einmal bei einem anderen Portal zu wiederholen, dabei eventuell auch nicht den angestrebten Preis zu erzielen oder aber mit den wenigen Gegenständen, die man dann noch verkaufen möchte, erst gar nicht die Portofreigrenze zu erreichen.

Kurzum: Mir war es das nicht wert und so habe ich das Angebot angenommen und alle Sachen dort verkauft.

Fazit

Wer sich von seinen alten Schätzchen trennen möchte, hat dazu - neben dem altebekannten ebay - immer mehr die Möglichkeit das über Ankaufplattformen zu tun. Die Anzahl der Ankäufer ist inzwischen so groß, dass sich ein Vergleich in jedem Fall lohnt. Ich denke auch, dass, wenn man mehrmals im Jahr etwas verkauft, es nicht unbedingt immer auf denselben Anbieter hinauslaufen muss, denn je nachdem was man verkauft, kann sich da ein jeweils anderer Reseller der meistbietende sein.
Man sollte allerdings versuchen, die Portofreigrenze zu erreichen, da das Ganze sonst schnell ziemlich unlukrativ wird.
Sollte man mit den Preisen nicht einverstanden sein, dann sollte man vielleicht überlegen, ob man das entsprechende Medium denn überhaupt verkaufen möchte. Vielleicht ist das ja dann auch nochmal eine Chance festzustellen, an welchen Dingen man wirklich hängt!