Der 500. Todestag von Papst Julius II. am 21.02.2013



Papst Julius II
portrait by Raffaello Sanzio (public Domain)
Bürgerlich unter dem Namen Giuliano della Rovere im Jahre 1443 in Ligurien geboren, wurde Julius II. am 01. November 1503 von dem Konklave zum Papst gewählt. Seine Amtszeit ist vornehmlich durch drei Begebenheiten bestimmt und geprägt:
  • Gründung der Schweizergarde
  • Fünftes Laterankonzil
  • Grundsteinlegung Petersdom


Gründung der Schweizergarde

Schweizergarde um 1850/1860
(published under public domain)



Anfang des Jahres 1506 veranlasste Julius II. die Installation einer eigenen Leib- und Palastwache. Das Schweizer Söldnertum hatte seit dem 13. Jahrhundert sowohl eine lange kriegerische Tradition als auch einen hervorragenden Ruf, was wiederum der Beweggrund für Julius war, genau diese Truppe anzufragen, ob sie sich in den Dienst des Papstes stellen wollte.

Viele Schweizer zogen durch Europa und verdingten sich als sogenannte „Reisläufer“, um ihren Unterhalt zu bestreiten und versuchten damit, den schlechten wirtschaftlichen Bedingungen in der Schweizer Eidgenossenschaft zu dieser Zeit aus dem Weg zu gehen. Der Name „Reisläufer“ leitet sich dann auch tatsächlich von dem Wort „Reise“ ab. Erst gegen Ende des 15. Jahrhunderts bildeten sich die ersten stehenden Garden, die dann an einem festen Ort eingesetzt wurden.

Zu den Aufgaben der päpstlichen Schweizergarde gehören die Sicherung des Vatikanpalastes in der Vatikanstadt, der Sommerresidenz Castel Gandolfo sowie von Leib und Wohl des Papstes selbst. Die Kommandosprachen sind Deutsch und Italienisch.


Fünftes Laterankonzil


Dieses Konzil fand in der Zeit von 1512 bis 1517 in Rom statt und überdauerte somit die Amtszeit von Julius II., der 1513 verstarb. Mit dem Fünften Laterankonzil wurden einige Kirchenreformansätze (z.B. Abschaffung der Ämterhäufung) erstmalig auf die Tagesordnung gebracht, wenn auch beim Abschluss des Konzils keine konkreten weitreichenden Erlasse verabschiedet worden.

Dieses Konzil ist das bisher letzte, das im Lateran, also dem offiziellen päpstlichen Sitz, stattfand.


Grundsteinlegung des Petersdom

Aufgenommen in Rom, Italien (Mai 2007)
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Rund um die Überlegungen zu seiner Grabstätte veranlasste Julius II. den Neubau einer Kirche und so erfolgte am 18. April 1506 die Grundsteinlegung für die Kirche Sankt Peter im Vatikan, die landläufig unter dem Namen Petersdom bekannt ist.

Der Petersdom fasst heute bis zu 20.000 Personen und zählt zu den größten Gotteshäusern der Welt. Da die Errichtung der Papstbasilika in Rom allerdings bis ins Jahr 1626 dauerte, wurde die Intention Julius II. nicht erfüllt und er fand seine letzte Ruhestätte in Sankt Peter in den Ketten, wo er vor 500 Jahren am 21. Februar 1513 beigesetzt wurde.